magazin.darkness.de, 11.01.2008 – Rating: 8,5 of 10

Diesmal wird es kein Déjà-vu und wer jetzt, genau wie ich zu Beginn, denkt, nicht schon wieder Power Metal aus Deutschland, der sollte sich die folgenden Zeilen mal mit Aufmerksamkeit durchlesen.

Wer meine bisherigen Rezensionen zu Power Metal Platten verfolgt hat, wird wissen, dass ich im Hinblick auf besagte Sparte zweifellos recht anspruchsvoll bin, wenn es darum geht, eine Scheibe über den Durchschnitt hinaus zu katapultieren. Dies möchte ich lediglich mal angemerkt haben, bevor ich dazu schreite, der Band SOLAR FRAGMENT einige verdiente Zeilen zu widmen.

Die Truppe aus Dortmund hat bisher nur eine Demo CD vorzuweisen, die von Fans und Presse offenbar sehr positiv entgegen genommen wurde, was aber besonders in dem Hintergrund, dass es hier um das neue Album “A Spark of Deity”geht, nicht allzu viel Relevanz für diese Rezension hat.

Dann will ich bereits im zweiten Absatz dieser Rezension schon mal das Geheimnis lüften, was SOLAR FRAGMENT in positiver Art und Weise von der Vielzahl der Power Metal Bands in aller Welt abhebt. Das ist schlicht und ergreifend jener Aspekt, dass die Songs allesamt interessant komponiert sind, ansprechende Einspielungen aufweisen und sich mal so ganz und gar nicht in die Karnevalsmucke a la RHAPSODY einordnen lassen. Damit verbunden ist natürlich der gewählte Einsatz von Zusatzinstrumenten neben der typischen Metal Ausrüstung und das alles andere als peinliche Kitschorgan von Sänger Robert Leger, der immer mal wieder zwischen einer ehrlich kraftvollen und chorartigen hohen Stimmlage variiert, wobei Erstere durchaus als primär bezeichnet werden kann.

Wenn man tatsächlich einen Vergleich heranziehen sollte, so fallen mir zeitweise Situationen ein, in denen SOLAR FRAGMENT eine gewisse Ähnlichkeit zu BLIND GUARDIAN aufweisen. Da wären die schnellen Lead-Gitarren und die aufreibenden Melodien, sowie das dynamische, recht vordergründige Drumming, das vor allem dazu beiträgt, dass man es auf “A Spark of Deity” nicht mit diesem Zirkus Power Metal mit Musikantenstadl Keyboards zu tun hat. Auch atmosphärisch lassen sich diverse Parallelen finden, denn immer dann, wenn SOLAR FRAGMENT die Akustikgitarre auspacken (“So Long”) fühlt man sich an diese charakteristische Fantasieaura von BLIND GUARDIAN erinnert.

Abschließend kann ich nur empfehlen mal in diese junge Band aus dem Ruhrpott reinzuhören, denn entgegen der Mehrzahl der heutigen Power Metal Veröffentlichungen, gibt es auf “A Spark of Deity” auch nach mehrmaligen Durchläufen noch vieles zu entdecken, was sich von interessanten Melodien bis hin zu gekonnten Soli erstreckt. Power Metal mit derart geringfügigem Abnutzungsprofil – wann hat man das zuletzt erlebt?!

Rating: 8,5 of 10, magazin.darkness.de (Germany)
This entry was posted in A Spark Of Deity - Reviews. Bookmark the permalink.

Comments are closed.