terrorverlag.de, 26.01.2008

Dass melodischer Power Metal derzeit nicht gerade Topthema bei den hiesigen Plattenfirmen ist, lässt sich trefflich an dem Erstlingswerk der Dortmunder SOLAR FRAGMENT festmachen. Von vorne bis hinten stimmige Scheibe, ein Sänger, der schwer nach Hansi Kürsch klingt und trotzdem muss man auf dem griechischen Kleinlabel Sleaszy Rider veröffentlichen.

Ja sitzen die hierzulande mal wieder alle auf ihren Ohren??? Eher weniger. Mit einem Power Metal-Newcomer lässt sich aber nix reißen und Geld regiert auch die Metal-Welt! BLIND GUARDIAN-Fans kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Progmatiker und Freunde des klassischen Heavy Metals. “Man of Faith”, “Take me Higher”, “To Thy Crown” (mit fetter Doublebass)… das bleibt sofort im Bein hängen. OK, es klingt alles noch unverkennbar nach deutschem Underground-Metal und das halb-balladeske “Lands, Titles, Nothing” baut in den ruhigen Momenten null Spannung auf, was so gar nicht zu dem großartigen Chorus passen will. Da kann man noch dran arbeiten im Arrangementbereich. Aber die Band gibt’s ja auch erst seit 2004.

Dass man ruhige Sachen auch durchaus geil arrangieren kann, beweist das Bards-Song-atmende “So Long”, welches wahrhaftig an alte GUARDIAN-Großtaten ranreicht. Vor allem der Gesang und der grandiose Chorus fesseln. Piano und kurzer Frauengesang runden dieses feine Stück passend ab! Von den letzten vier Tracks hauen vor allem die metallischen “The Assassin” und der speedige Rauswerfer “Fragment of the Sun” rein.

Aufmachung der CD, Produktion und vor allem die Songs: Hier passt vieles zusammen! Folglich sollten alle melodischen Metal-Freaks mal ihre Kröten nicht für die nächste überflüssige Megabandscheibe ausgeben, sondern für SOLAR FRAGMENT!

terrorverlag.de (Germany)
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